Brauchen Imker Subventionen?

In anderen Bundesländern gibt es für imkerliche Gerätschaften und Bienenwohnungen Subventionen. Bis zu 30 % schießt der Steuerzahler zu, damit Imker ihre Tiere zum Wohle der Bestäubung fliegen lassen. Nun könnten auch Berliner Imker in den Genuss von fremdem Geld kommen. Doch die wollen es nicht. Warum das so ist, zeigt ein kleines ökonomisches Lehrstück.

Die Subventionen anderer Bundesländer zeigen leider nicht den erwünschten Effekt, denn die Völkerzahlen gingen bis 2008 zurück und stagnieren nun bei + 0,8 % gegenüber 2009. In Berlin gibt es für Imker keine Subventionen. Trotzdem haben wir seit Jahren einen deutlichen Zulauf. Zwischen 2009 und dem Stichtag 14.1.2011 hatten wir ein Plus von  6,16 %. In Zahlen ist das ein Sprung von 564 auf 601 Imker.

Das heißt: Subventionen haben einen Mitnahmeeffekt. Wer mit Bienen leben will, tut das mit oder ohne Zuschuss.

Nun will den Berliner Imkervereinen ein privates Versorgungsunternehmen der Wasserwirtschaft unbedingt 10.000 € als Subvention für Neuimker zukommen lassen. Seit der Teilprivatisierung der kommunalen Wasserbetriebe sind die Wasserpreise um 35 % gestiegen und wir haben heute das teuerste Wasser Deutschlands, obwohl wir in einer wasserreichen Gegend leben.

Das heißt: Damit einige Subventionen bekommen, müssen alle mehr bezahlen.

Viele Berliner wehren sich gegen die Folgen der Teilprivatisierung ihrer Wasserwerke.  Am 13.02. gibt es zum Thema einen Volksentscheid und am 22.03. soll der Film “Water makes money” bei Arte laufen. Da ist positive Presse für den Wasserversorger dringend willkommen. Und die gäbe es, wenn glückliche Jungimker und imkernde Schulkinder in die Kamera von Anzeigenblätter-Reportern lächelten und sagten: “Danke für die goßzügigen Unterstützung.”

Das heißt: Wer Subventionen nimmt, dem muss klar sein, dass er sich vor einen fremden Karren spannen lässt.

Źródło: Brauchen Imker Subventionen?

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