Archive Styczeń 2011

Die Spitze des Honigbergs

31 stycznia, 12:00, by admin

Nun gut, der Honigberg hat viele Spitzen. Eine mit besonderer Strahlkraft bildet der Schwarzwald-Weißtannenhonig. Würzig und elegant, leicht malzige Noten und dieses unverkennbare Aroma nach Tannennadeln in der Sonne. Kein Wunder, dass Honig-Kenner hier ins Schwärmen kommen.
Heimischer Tannenhonig ist nicht nur köstlich, sondern auch eine Rarität. Bei uns gibt es nur im Schwarzwald ausreichende Weißtannenbestände, in denen die Bienen den spezifischen Honigtau sammeln können, ohne dass zu viele andere Trachtpflanzen den Geschmack beeinflussen. Außerdem muss das Wetter stimmen: Nur alle paar Jahre ‘honigen’ die Tannen in ausreichender Menge und selbst wenn es gut beginnt, kann ein einziges Gewitter alles zunichte machen. Zum Glück war die vergangene Saison eins der seltenen guten Jahre für unsere Schwarzwald-Imker.
Wir sind froh, ihnen derzeit sogar drei exzellente Schwarzwald-Weißtannenhonige anbieten zu können. Von den Imkern Schenk und Schwaben bekommen Sie den Klassiker schlechthin: Schwarzwald-Weißtannenhonig im typischen Glas vom Deutschen Imkerbund (DIB). Die strengen Kriterien des DIB gewährleisten seit Jahrzehnten eine hohe Qualität, die vielen Honig-Liebhabern bekannt ist.
Wer es noch exklusiver möchte, kann sich über den Schwarzwald-Weißtannenhonig in Bio-Qualität der beliebten Imkerfamilie Curic freuen. Definitiv ein Gipfel des Honig-Genusses!

Wasserholerin – Bienenflug im Sonnenschein

31 stycznia, 12:00, by admin

Gestern Mittag – im Sonnenschein – konnte ich unsere Bienen zum ersten Mal in diesem Jahr fliegen sehen. Pollensammlerinnen habe ich leider noch keine entdeckt, aber auf diesem Moos in der Nähe des Bienenstandes sammelten die Bienen schon fleißig Wasser. Das bedeutet aber auch: Sie brüten bereits wieder!

Das Lob der Woche

28 stycznia, 23:20, by admin

Über solche Mails freuen wir uns besonders:

Lieber Herr Dr. Kohfink,

vielen Dank für Ihre Honiglieferung vergangene Woche. Ich wollte auf keine Fall versäumen Ihnen zu sagen, wie unglaublich lecker und außergewöhnlich  Ihr Honig ist. Auch mein Mann ist begeistert.

Im Übrigen haben wir auch zwei Bienen – kein Scherz. Seit zwei Jahren haben wir in unserem Balkonkasten zwei sog. Blattschneiderbienen. Es ist wirklich toll, ihnen zuzusehen, wie sie auf ihren grünen Röllchen wie Baron Münchhausen angeflogen kommen… Nachdem ich mich so viel mit dem Thema Honig beschäftigt habe, beneide ich Imker fast ein wenig. Es ist glaube ich ein toller Beruf, wenn man Bienen mag. Wäre ich jünger, würde ich vielleicht sogar eine Ausbildung in dieser Richtung machen. Naja – vielleicht im nächsten Leben ;-)

In diesem Sinne…  Alles Gute für Sie und Ihre Bienen und bis zum nächsten Mal.

Schöne Grüße

Liane B. N.

Honig – Feincremig und Feinsteif

27 stycznia, 17:00, by admin

So schreibt es der Deutsche Imkerbund vor und so wollen es auch unsere Kunden. Bis jetzt haben wir unseren Honig immer mit einem sogenannten “Auf- und Ab” – Rührer von Hand gerührt, um diese feincremige Konsistenz zu erzeugen. Das kostet eine Menge Muskelkraft (man wird ja nicht jünger ) und ist je nach Erntemenge auch [...]

Grüne Woche im Zeichen der Imkerei

25 stycznia, 04:20, by admin

Honig, Honig, überall Honig. Die Grüne Woche steht ganz im Zeichen der Imkerei. Besucher, die die Halle des Aigner-Ministeriums betreten, stolpern gleich über den Stand der FU Berlin. Der Boden hat ein Wabenmuster und durch die Halle schreitet ein menschliche Bienenköninig. Bienen gibt es auch beim Imkerverband Berlin. Der Landesverband Brandenburgischer Imker ist erstmals seit 1990 wieder mit auf der Grünen Woche. Der Bienengarten Charlottenburg ist da und viele Länder präsentieren auch ihren Honig. Was sonst noch auffällt:

  • Armenien hat gelernt und wirbt nun mit Bienen statt mit Wespen für Honig.
  • Schwer im Kommen sind in Honig eingelegte Trockenfrüchte.
  • Die englische Firma Omlet hat ein “Beehaus” zwar nicht da aber Prospektmaterial dazu. Das ist eine Kunststoffbeute speziell für Stadtimker.
  • Bei der Warenpräsentation haben sich viele Länder richtig Mühe gegeben. Die klassischen Honigpyramiden gibt es fast nicht mehr.
  • In der Schleswig-Holsteinhalle steht bei meinem Besuch MP Peter Harry Carstensen auf der Bühne und sagt, dass er im Ruhestand Bienen halten möchte. Ehemalige MPen müssen sonst nach Brüssel, werden Bilfinger & Berger-Chef oder Verfassungsrichter.

Der KIB (Kirgisische Imkerbund) verwahrt seinen Honig in einer gläsernen Vitrine. Wer nett fragt, dem holt diese Wächterbiene ein Gläschen heraus.

20.000 Wutbürger bei Dagegen-Demo

25 stycznia, 04:20, by admin

Bioland hatte zusammen mit anderen Verbänden dazu aufgerufen, sich unter dem Titel “Wir haben es satt” an einer Treckerdemo zu beteiligen. Treffpunkt war die Domäne Dalem. Dann ging es erst zur Messe, dann zum Hauptbahnhof. Dort warteten viele Wutbürger, die mit Plakaten und kleinen Meinungsknöpfen (“Buttons”) zu erkennen gaben, dass sie nicht nur gegen Genfood und Neonicotinoide sind (wie wir) sondern auch z. B. gegen Stuttgart 21 und Castortransporte. Dann ging’s zum Brandenburger Tor, wo Renate Künast von der Dagegen-Partei redete.

Im Fernsehen sieht das immer so aus, als seien alle bei so einer Demo einer Meinung. Tatsächlich ist das gar nicht so. Manche stärkten sich bei McDonalds am Bahnhof Friedrichstraße. Andere fanden das nicht gut. Dann waren welche gegen Massentierhaltung, andere gegen jede Form der Tierhaltung wie z. B. die Veganer. So weit gehen wir Imker nicht. Wir wollen schließlich auch weiterhin 50.000 Individuen in enge Holzkisten sperren. Wir lassen es uns auch nicht verbieten, den Teil des Volkes, das die Flucht ergreift, einzufangen und zur Bestrafung in einen dunklen, kalten Keller zu sperren.

Der Tod im Maisfeld: Bei der "Wir haben es satt"-Demo fehlten auch Bienen nicht.

Wenn Klugscheißer fragen

25 stycznia, 04:20, by admin

Jeder Imker mit Akazienhonig kennt die Klugscheißer, die mit gerecktem Zeigefinger erklären, dass es Akazien bei uns gar nicht gebe und folglich die Sortenbezeichnung ganz falsch sei. Ein solcher hat sich nun beim Präsidenten des Deutschen Imkerbundes beschwert.

Hier ist die Anwort von Peter Maske:

Sehr geehrter Herr H.,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage vom 21.12.2010 hinsichtlich “Echter Deutscher Honig” und “Akazienhonig” und will nun darauf heute antworten.

Es freut mich auch, dass Sie sich zu der Sortenbezeichnung “Akazienhonig” Gedanken gemacht haben. Dazu darf ich Ihnen sagen, dass Sie grundsätzlich Recht haben, wenn Sie diese Sortenbezeichnung anzweifeln. Es steht außer Frage, dass Akazien in Nordamerika wachsen und diese Pflanze bei uns als “Scheinakazie” bzw. “Robinie” bezeichnet wird. Die Robinie und “Echte Akazie” sind entfernt miteinander verwandt und der wissenschaftliche Artname “Robinia pseudoacacia” wurde von dem berühmten schwedischen Naturforscher Karl von Lenne (1757/1762) eingeführt. Damit wurde auch der deutsche Begriff “Scheinakazie” als Übersetzung des lateinischen Ausdruckes im deutschen Sprachgebrauch üblich. Die bei uns wachsende Robinie wird umgangssprachlich als “Akazie” bezeichnet, vor allem in Süddeutschland.

Die meisten “Robinien” wachsen übrigens in Ungarn und dort werden sie nur als “Akazien” bezeichnet! Nachdem in den letzen Jahren häufiger Anfragen zu dieser Sortenbezeichnung an den Deutschen Imkerbund e.V. herangetragen wurden, hat der Deutsche Imkerbund e.V.  2008 nach fachlicher Prüfung beide Sortenbezeichnungen für den in Deutschland erzeugten “Robinienhonig” zugelassen. So wird nun vorwiegend in Norddeutschland dieser hervorragende Honig der “Robinie” als “Robinienhonig” bezeichnet und in Süddeutschland als “Akazienhonig”! In den entsprechenden Regionen fragen die Verbraucher auch unter den angeführten Bezeichnungen diesen hervorragenden Honig nach.

Sehr geehrter Herr H., ich hoffe, Sie können auch weiterhin mit Genuss “Echten Deutschen Honig” von der “Robinie” oder “Akazie” auf der Zunge zergehen lassen – immer mit dem Gedanken, dass eigentlich die Bezeichnung “Akazie” falsch ist, jedoch eine Verbrauchertäuschung nicht vorliegt.

Typisch für Klugscheißer ist es, dass sie immer Recht haben müssen und nur dann zufrieden sind, wenn sich der vermeindliche Feind geschlagen gibt. Das hat Maske nicht gemacht und so zeigt sich Hörandel “als Verbraucher, bitter enttäuscht.”

Varroen mit Magie bekämpfen

25 stycznia, 04:20, by admin

Zur Zeit erleben wir ja die Rauhnächte. Früher glaubte man, in dieser Zeit einen leichteren mentalen  Zugang zur Tierwelt zu finden.  Zur Gesunderhaltung des Viehs wurde z. B. Weihrauch im Stall verraucht. Auch wir Imker kümmern uns jetzt im Rahmen der Oxalsäure-Winterbehandlung um die Gesundheit unserer Bienen.

Wem das nicht reicht, kann es ja auch einmal mit einer Beschwörung des Varroatose-Geistes probieren und den Plagegeistern mit den magischen Kräften des wilden Heeres zuleibe rücken. Das hat mir kürzlich ein Imker empfohlen. Probiert habe ich es nicht, denn wie das ausgehen kann, sich mit dem wilden Heer zu verbünden, ist ja aus Carl Maria von Webers “Freischütz” leidlich bekannt. Wem das nicht Warnung genug ist, der male zunächst ein Doranda-Symbol auf seine Beuten und spreche dann einen Bannspruch. Hier ist die Vorlage für Symbol und Spruch (“Mäuse” durch “Varroen” ersetzen!).

Bienenwachskerzen beim Präsidenten

25 stycznia, 04:20, by admin

Der Bundespräsident hat heute seine Weihnachtsansprache vor einem bemerkenswert geschmückten Baum gehalten. Den Baum schmückten echte Bienenwachskerzen. Das ist sehr vorbildlich!

Nur nebenbei: Irritierend fand ich die Zettel mit den Wünschen, die am Baum hingen. Das nimmt Bezug auf einen ganz alten Brauch aus vorchristlicher Zeit. Die Kelten hängten Symbole für ihre Wünsche an heilige Bäume. Die standen so lange bis der Mönch Ekkehard aus St. Gallen kam und den Baum umhauen ließ. Sie hat es uns Joseph Victor v. Scheffel in seinem gleichnamigen Roman überliefert. Beim Bundespräsidenten erledigt die Beseitigung des Baums die Berliner Stadtreinigung, der dann von Vattenfall zusammen mit 399.999 anderen Christbäumen verheizt wird. 700 Wohnungen können so in Berlin ein Jahr lang mit Strom und Wärme versorgt werden. Toll, nicht?

Unsere Bienen im Kino

25 stycznia, 04:20, by admin

Im vergangenen Winter haben wir mit unseren Bienen an dem Hollywood-Film “Unknown white male” mitgewirkt, der in Berlin spielt und in Babelsberg gedreht wurde. Jetzt gibt es dazu einen Trailer. Leider kann man darin unsere Bienen noch nicht sehen, doch spannend und reich an Aktion ist der Film zweifellos. Kinostart ist am 3. März 2011.

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